Auszug aus meinem Vortrag zum 40-jährigen Bestehen meines Heimat-OVs T11:

Der „Bazillus Amateurfunk" – Meine Funkgeräte selbst bauen und weltweit mit Funkfreunden sprechen (nicht zu verwechseln mit CB-Funk)

Warum, wie und wodurch ich Funkamateur wurde:

Als ich noch ein kleiner Junge war, hatte mich schon fürchterlich interessiert, wie das wohl funktioniert: Da redet jemand bei Radio München (damals hiess der
Bayerische Rundfunk noch so) in eine Dose auf einem Stiel. Von dort ging ein Draht in einen Kasten, von dem wiederum ein anderen Draht zu einem Mast. Auf der Mastspitze blinkte nur eine rote Lampe (Richtung Schwangau?). Sonst nichts. Ich habe auch festgestellt, dass der Draht, der in unser Radio geht, von einem Isolierei am oberen Ende eines Holzmasts in unserem Garten kam! Trotzdem schwätzte der bis von München, also weit weg, aus unserer schwarzen Kiste (genannt „Göbbels-Schnauze) mit dem Vogel vorn drauf bis nach Schwangau? Der Vogel sollte wohl einen Adler darstellen der das dumme Geschwätz transportiert, von dem der wohl einen Vogel hat und uns ein Ei ins Nest legt, wie mein Vater ganz ganz leise mal sagte?

Mit meinem Cousin Karl-Heinz auf der anderen Strassenseite habe ich schon meine ersten Kommunikationsversuche mit zwei leeren Sauerkraut-Blechdosen, jeweils einem Loch mitten in den Dosenböden und eine Schnur von Loch zu Loch gespannt, gemacht. Wunderbar! Aber mit Isoliereiern an jeweils kürzeren Schnurenden und nichts zwischen den Eiern, ging komischerweise nix.. Wir hatten allerdings auch keinen Adler..

Auch erinnere ich mich heute noch an ein Heftchen, das mich damals sehr faszinierte: In diesem war beschrieben wie ein Funker während des grossen Erdbebens in Tokyo 1923 im obersten Stock eines Hochhauses so lange Hilferufe sendete, bis das Gebäude mit ihm zusammenbrach. Sicher hat er damit vielen Menschen das Leben retten können; seines aber dafür geopfert.

Irgendwann fiel mir ein Buch in die Hände: Da war eine Zeichnung drin, wie ein ganzes Orchester in einer ominösen Kiste verschwindet, sich dort richtig vollfrisst und über eine hohe Stange mit Draht dran nun in einem Boot auf den Radiowellen auf die Reise geschickt wird.
Unterwegs sind die armen Kerle sehr abgemagert - sie ham wohl ihren Proviant vergessen - und sind halb verhungert endlich wieder an einer anderen hohen Stange mit Draht dran angekommen. Dann sind sie an diesem Draht runtergerutscht und in den heissen bauchigen Glasflaschen in einer Kiste wie unsere, verschwunden. Dann kamen sie dick und vollgefressen wieder raus, haben die Instrumente angesetzt und sind durch ein grosses Loch im Kasten musizierend wieder aufgetaucht!
Essen täten sie "Strom". Trotz eifriger Suche war es mir damals nicht gelungen, der Sache in unserem Radio letztlich auf die Spur zu kommen.
Niemand konnte mehr die aufgepopelten Glasbirnen und die eingewickelten Würste mit Drähten an den Enden reparieren. Auch die mit Silberpapier geflickten Sicherungen verabschiedeten sich mit Knall und Qualm, als Papa wie gewohnt die Nachrichten hören wollte. "Ist wohl noch schlechte Kriegsware" - schimpfte er mit skeptischen Seitenblicken auf mein Unschuldsgesicht und den alten Volksempfänger - und kaufte ein neues Radio! Eine Fügung Gottes, wie sich später herausstellen sollte!

Da ich also die Sache so einfach nicht klären konnte, beschloss ich, es erst einmal auf sich beruhen zu lassen und älter und schlauer zu werden - aber jedoch dieses Wunder weiterhin genau zu beobachten.

Dann kam endlich mein Schlüsselerlebnis:
Gerd (sk), der Sohn meiner Volksschul-Lehrerin und Bruder von Gertrud (heute DG1MCP und xYL von Fritz DJ1UR), mit dem ich sehr befreundet war und auch das Rauchen gelernt habe, erzählte mir eines Tages, dass er in seinem Radio hörte, wie sich zwei unterhalten und auch, dass manchmal welche „Zeh` Kuh" schreien würden. Das hatte auch sein Interesse geweckt. Sollten Kuh-Hirten von den Almen oder die Viehhändler nun im Radio zu hören sein? Zufällig und Gott sei Dank, haben meine Eltern den gleichen Radiotyp gekauft, ein Telefunken Operette 52 und Gerd konnte mir sofort die Handhabung zeigen: Bandschalter rechts am Gerät auf KW schalten, mit dem kleinen Knopf vorn rechts den Skalenzeiger auf 40 drehen und mit dem grossen Knopf (Beschriftung: Kurzwellenlupe) suchen - und tatsächlich: Da redeten zwei von De-Igs, Kuh-Tee-Ha und Ess-Meter usw. Da ich eifrig die Schule schwänzte und tagelang und wochenlang heimlich (mein Vater hatte mir streng verboten, den Innereien des Radios wieder (!) auf den Grund zu gehen) diesen Menschen zuhörte, kam ich langsam hinter die ersten Geheimnisse dieser Sekte oder was auch immer das sein sollte. Eines war sicher: Man musste etwas besonderes sein oder tun, um das tun zu dürfen denn es war ja damals schon fast alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt war. Das lehrte uns schon die Schule und der Herr Geistliche Rat. Sie sprachen auch alle sehr gepflegt, meistens preussisch oder schwizerdütsch wie in Radio Beromünster (das kannte ich, weil Papa dort lieber den genaueren Wetterbericht abhörte als bei Radio München) und waren sehr gescheit.
So wurde aber aus dem Licht das mir dadurch aufging, langsam ein kleiner Kronleuchter. Irgendwann bekam ich auch mit, warum ich nur weit-weg-Schwätzer hörte: Die tote Zone sei schuld - und ich beschloss, diese sofort abzuschaffen wenn ich gross bin.

Eines Tages, es war wohl um 1955, hörte ich einen Rundspruch von DL0DI, Diez an der Lahn, in welchem die Adresse angegeben wurde und um Hörrapporte gebeten wurde. Ich schrieb eine Postkarte hin und wurde beim nächsten Rundspruch namentlich „lobend“ erwähnt und gegrüßt! Mann, was war ich stolz!! Wie unser Dackel „Burschi“ als er die edle Zwergpudeldame mit besonderem Stammbaum, der wütenden Familie Neureich in der Nachbarschaft, geschwängert hatte..

Nun geschah auch endlich das, was ich inständigst erhofft hatte:
„Hier ist De Jot zwo Weh Eff, ich heisse Herbert und mein Kuh-Tee-Ha ist Marktoberdorf". Das " u u eff bee Old Män Herbert " hörte ich noch. Ein alter Mann, der Herbert? Und hat er schon die tote Zone vor mir abgeschafft? Das wollte ich doch tun!
Na - egal, wenn er nur geistig wenigstens noch einigermassen da ist .. Dann hörte ich nur noch wie meine Mutter mir nachrief: "Ras nicht so, pass auf" als ich mit Mutters und der von mir auf high-speed frisierten NSU-Quickly in Richtung Marktoberdorf davonfegte. 40 km.

Endlich war ich in Marktoberdorf. Jeder den ich fragte, kannte um die 15 alte Herberts. Ich erfuhr wie oft und mit wem jeder verheiratet war oder auswärts nebenbei „übte“, an welchem Stammtisch er sich seinen Rausch ansoff usw.; nur funken tat keiner von denen. Das dürfe man doch garnicht!

Da kam mir die Idee: Postamt! Und siehe da, der Herr Oberpostbriefträger kannte den Verrückten, der mit der ganzen Welt spricht. Weil er immer so viele Kuh-Esel-Karten dort hinschleppen müsse - aber auch schon mal dafür ein Trinkgeld bekommt und im Winter zusätzlich einen wärmenden Obstler!
Adresse notiert - und hin.. Aufgeregt, wie ein Jüngling in der heissen Phase der ersten Liebesnacht, habe ich bei HASLBAUER geklingelt. Eine freundliche Dame kam an die Tür und erklärte mir dann, dass ihr Gatte Herbert gerade auch wieder mal an dem blöden Kasten sitzen muss, weil er einen Schked habe - und sie nun wieder mal alleine den Flur streichen müsse.
Dann sah ich den "Alten Mann" Herbert - aufrecht sitzend, direkt vor seinem Altar ! Herbert sah doch noch jung aus - und wie ein normaler Mensch! Sollte das der Funker sein? Ja ! Herbert hat sofort meine Aufregung richtig gedeutet und mir zuerst mit einfachen Worten vieles zu erklären versucht; die Lichter an meinem Kronleuchter wurden immer heller! Sein Altar war ca. 2 m hoch (kam mir zumindest so vor). Unten ein schwarzer Kasten mit ganz vielen Knöpfen und obendrauf ein grösserer Kasten mit Holzrahmen und Blechfrontplatte und auch mit noch mehr Knöpfen, Instrumenten usw. - und wieder dieser Draht dran, der im Nichts verschwindet - und vorne dran diese ominöse Dose mit Loch zum reinschwätzen.. Ich durfte auch in die Dose "Grüss Gott" sagen und der, der aus dem schwarzen Kasten sprach, sagte: "Juten Dach Old Män Hans Peter". Alter Mann - zu mir?? - Was ein Tag! Von da an stand mein Entschluss fest: Ich werde Funkamateur!

Nachdem meine Eltern merkten, dass ich unrettbar diesem Hobby verfiel obwohl sie immer noch hofften, dass ich mal Buchhändler werden und den elterlichen Papierladen übernehmen würde, haben sie mir Amateurfunk-Literatur zugebilligt - "DER KURZWELLEN=AMATEUR" von Karl Schultheiss - dieses Buch habe ich fast auswendig gelernt und von da an ging alles relativ schnell. Die Lehrer in der Schule hatten mich als stinkfaul bezeichnet und empfohlen, mich doch eigentlich besser von derselben zu trennen. Mein Wissen über die Geheimnisse der Funkerei stieg jedenfalls schneller als das über den Schulkram - von Tag zu Tag und Nacht zu Nacht. Nachdem ich aber trotzdem die „Mittlere Reife“ geschafft hatte wollte ich Radiotechniker lernen, aber keine Lehrstelle frei. Also lernte ich notgedrungen Feinmechaniker bis zum Gesellenbrief, in einer Firma gleich um die Ecke.

Der erste 0V1 pfiff und quakte - der alte umgebaute Volksempfänger-Sender versorgte auf MW die Nachbarschaft mit Musik aus meinem Plattenspieler. Kein HiFi, aber man konnte hören, was es sein sollte. Ich war schon am verzweifeln, weil ich bald an einem toten Punkt ankam. Keiner war da, der mit mir meinen Wissensdurst teilen wollte oder konnte. Gerd war schon dem anderen Geschlecht verfallen..

Ende 1956 (oder Anfang 57) erschien ein Artikel im "Der Allgäuer" , von einem der um die Welt funkt, sogar mit den Händen -!?-: Erwin Nägele, DJ2WJ (SK), aus Pfronten Kappel. Wieder die Moped-Tour. Und da kamen sie, die Gründer des OV C21, heute T11, denen es genauso ging wie mir: Der Martl, der Ottl, der Walter, der Seppl, der Roland, noch einige Herberts, der Jürgen und einige mehr. Alle trafen sich beim Erwin, lauschten andächtig seinen geweihten Worten und Funk-Vorführungen - und tranken auch noch sein Bier! Der Erwin hatte wohl gewusst, was er da vom Zaun gebrochen hat mit dem Artikel: Die Initialzündung zum OV-Pfronten C21 (später dann umbenannt in OV-Pfronten/Füssen T11). Erwin verstarb leider am 20.7.2015.

Mehr als 3 Deutsche auf einem Haufen heisst ja: Einen Klub gründen! Dies wurde dann auch schleunigst im März 1957 im Gasthof ENGEL, Pfronten Kappel, vollzogen. Saukalt war's, Schneetrieben, Glatteis - aber ich durfte ausnahmsweise mit Papas Auto fahren! Zum ersten Mal. Denn Tage zuvor habe ich meinen Führerschein bekommen! Jetzt wurde auf Teufel komm raus CW geübt. Freilich war ich nicht immer in Pfronten mit dabei. In Heimarbeit an meinem homemade 0V1 habe ich viel gehört.. Im Herbst darauf bestand ich die DE-Prüfung (Deutscher Empfangs-Amateur): CW-Tempo 30 und Theorie. Schwerer als heute Klasse "E". Ich war DE 13026!

Irgendwann und irgendwie kam ich damals mit Jürgen (Sonny), heute DF1CF, mehr in Kontakt; der war genauso "g'spinnet" (Ausdruck von Papa) und wohnte in Füssen. Gemeinsam und heimlich haben wir Sender gebaut und ausprobiert. Um nicht aufzufallen musste ich dann aber auch ein Rufzeichen benutzen. DL4ORD, die damalige Ami-Clubstation in Füssen, war ja nie auf 80 m in AM qrv... Also kein Problem - so dachten wir.. Nur, dass ich ausgerechnet den Sonntagsgottesdienst im Radio des Heiligen-Statuen-Schnitzers in der Nachbarschaft mit "CQ 80" überlagerte, hatte ich nicht einkalkuliert. Kurz und schlecht: Zwei gelbe Autos standen eines Tages vor der Tür als ich mittags zum essen heimkam - als Lehrling bei Reisig und Ullmann, mit 35.- DM (in Worten: Fünfunddreissig D-Mark!) im Monat, das nannte sich damals „Erziehungsbeihilfe“, die ich auch noch zuhause abliefern musste! Dann kam die Frage: "Funkst Du"? Leugnen zwecklos. Die sehr schlauen Beamten folgten einfach meinem ominösen Draht vom Isolierei in umgekehrter Richtung und landeten so zwangsläufig in meinem Heiligtum. Wie das Orchester damals - nur nicht so abgemagert, dachte ich leise..
Dann haben die doch einfach alles eingepackt - und mitgenommen! Selbst unser Hund, der ja auf meiner Seite war und kräftig schimpfte, konnte es nicht verhindern. Von Papa erhielt ich noch dazu eine saftige Ohrfeige. Ich weiss bis heute noch nicht warum; weil ich was unrechtmässiges getan habe, oder weil ich mich habe erwischen lassen?

Tage der Seelenpein vergingen.. dann kam ein Brief von der Oberpostdirektion: "In Zuguterechnung Ihres jugendlichen Alters und weil wir sehen, dass Sie sich ernsthaft auf die Lizenzprüfung vorbereiten, sehen wir von einer Strafanzeige ab und stellen die Geräte sicher bis zur endgültigen Lizenzierung". Mir fiel ein Stein, ach was - eine ganze Geröllhalde, vom Herzen... Wie kam denn das: Der Erwin, DJ2WJ mein OVV und DL1BA Heinz Pankow, der damalige QSL-Vermittler aus München mit Urlaubswohnsitz ein umgebautes und schnuckelig eingerichtetes ex-Bienenhaus bei Weissensee, haben sich derart für mich bei der Post eingesetzt, bis diese ein Einsehen (oder war's Erbarmen?) mit mir hatte! Danke Erwin, danke Heinz (beide leider sk)!

Nun hatte ich wieder mehr Zeit um CW zu lernen.. Ich will es nun kurz machen: Am 1. Dezember 1958 gelang mir der grosse Wurf bei der OPD (Ober-Post-Direktion) in München: Die Lis bestanden ! Es war für mich die schwerste und aufregendste Prüfung meines Lebens. Erst beim dritten Anlauf hab ich CW Tempo 60 (Zeichen pro Minute) endlich geschafft - das CW war (und ist) für mich die grosse Hürde. Aber das ist heute Schnee von gestern.. CW? (aus dem englischen: Continuous Wave) Was ist das? Zur Info: Man nennt es auch Telegraphie oder Morsen.
Meine Geräte durfte ich sogar gleich wieder mitnehmen. Die Lizenzurkunde nicht, denn diese wurde damals noch hoch offiziell zugeschickt. Am 6. Dezember 1958, nachdem ich brav mittaggegessen hatte, überreichten mir meine Eltern das lang ersehnte Papier! So schnell bin ich noch nie ins Gartenhaus, in mein Shack, gesaust.
Alles war ja parat - und endlich war es soweit: Mein erster QSO-Partner war DL1EI, Mike (sk) aus München, am 6.12.1958 um 12:50, 80m, AM. Rapport: 5 und 9 ! Mit homemade RX, homemade TX, homemade Modulator, homemade Antenne aber gekauftem Ronette Kristallmike – aber unter meinem eigenen Call: DJ 4 XN !

Mein erster Eigenbau Röhren-Sender* : ECO VFO mit RL12P2000, verstärkt mit einer LV30 bis ca. 15W HF, Schirmgitter-Modulation mit EF12 und EL11. VFO und PA im 80m-Band. 40m konnte der auch; durch Verdopplung in der LV30 (igitt..). Kristallmike - das hat mir der DK2LR (sk), damals noch unlis bei Radio Möst in Füssen, verkauft und noch neugierig gefragt wozu ich das denn brauche, hi.. Dass er damals auch Schwarzfunker war, wusste ich leider nicht - darum hab ich sicherheitshalber nix gesagt..
Die Antenne eine echte 41m lange Windom aus "gefundenem" Ami-Manöver-Feldtelefondraht der dummerweise (hi) schlecht versteckt irgendwo nachts herumhing. An der Zuleitung aus einem einzelnen Draht eine Glimmlampe und in der Zuleitung eine (damals noch) 6 Volt Glühbirne aus Papas Auto die auf maximale Helligkeit mit dem Sender-Anodenkreis abgestimmt wurde (oder: Tune for maximum smoke). Der Empfänger mein homemade 0V1, erweitert auf 1V2; also fast alles Eigenbau aus Armee-Surplus-Schrott und ausgeschlachteten Radios (auch aus Teilen der Göbbels-Schnauze!) zusammengebastelt. Danke liebe Nachbarn! Die vorhandenen Bauteile bestimmten was und wie es wird oder werden konnte/sollte. Später ein umgebauter RX BC454 (homemade Steckspulen für 80, 40, 20 und 10 Meter) und danach ein ebenfalls umgebauter, mit Qurzfilter in der ZF versehener BC312. Das Bild zeigt mein
Shack 1959 mit von DL1BP mitgebrachten weiteren Empfängern Radione und Tornister Empfänger Berta.

* = verbesserte Variante mit Bauteilewerten nach: und Tx-Fisch hier das in meinem alten „Schultheiss“ wieder gefundene Original: OriginalTX

Damals galt für Funkamateure noch:

Amateurfunk ist: Wenn's selbst gemacht und trotzdem geht! Das war der Reiz! Man stellte sich bei einer neuen Funkverbindung, noch per „Sie“, mit Vornamen und Wohnort vor, beschrieb möglichst genau seine Eigenbau-Funkstation und erörterte technische Details, tauschte Rapporte und sogar einige persönliche Informationen aus. Politische Diskussionen waren verpönt, sogar verboten! Wenn man merkte, dass man sich auf „gleicher Wellenlänge“ wie der (oder die) Funkpartner(in) befand, verabredete man den nächsten Kontakt, nach mehreren Kontakten schlug man zaghaft das „Du“ vor und sogar, wenn möglich, ein persönliches Kennenlernen. Sogar Ehen sind dadurch entstanden! 1958/59 war ein Sonnenflecken-Maximum wie seither nie mehr. Selbst mit nur 10 Watt Sendeleistung z. B. auf 10m aus einem homemade TX (damals noch in Amplitudenmodulation; auch beim Partner) und einer einfachen Drahtantenne konnte man mit der ganzen Welt Verbindungen aufnehmen. Es gab nur eine Lizenzklasse „A“ (erlaubt Röhren in der Endstufe mit maximal 20 Watt Pa = Anodenverlustleistung). Die Prüfung: CW = 60 Zeichen pro Minute geben und hören jeweils 3 Minuten lang ein "Muss", Gesetzeskunde, Landeskenner, Q-Gruppen, ein Amateurtext mit Amateurabkürzungen, Sender-, Empfänger-, Antennen- und Betriebstechnik u.v.a.m.; kein Fragenkatalog zum auswendig lernen; alles konnte bis in`s Detail abgefragt werden. Man musste mindestens 18 Jahre alt sein und durfte nicht vorbestraft sein (Polizeiliches Führungszeugnis!). Nach einem Jahr, ohne negativ aufzufallen, konnte man die höchste Klasse „B“ beantragen (max. 50 W Pa in der Sender-Endstufe). Ein Film von 1955, wie es damals zur „AM-Zeit“ war, zeigt ein Film in YouTube: CQ-DX







Das war meine erste eigene QSL-Karte ! Damit werden Funkpartnern die Funkverbindungen untereinander bestätigt.

Danke an DJ3ZG ! Mit ihm hatte ich etwa 2001 ein QSO und er erzählte mir, daß er noch eine QSL aus dem Jahr 1959 von mir besitzt.

Ich hatte keine mehr und auf meine Bitte hin, hat er sie mir zugeschickt.

Ene schöne Erinnerung an alte Zeiten...

Zurück zur Webseite DJ4XN